N° 62 Wagonette-Rockaway, um 1900

N° 62 Wagonette - Rockaway, um 1900

Als Wagonette bezeichnet man eine Kutsche, bei der die beiden Sitzbänke hinter dem Kutschbock längs zur Fahrtrichtung angeordnet sind. Die Rockaway Kutsche hat ihren Namen von einer Kleinstadt auf Long Island im amerikanischen Bundesstaat New York. Bei dieser Kutsche schützt das über den Kutscherbock gezogene feste Dach den Kutscher. Der Kasten des Rockaways kann z.B. auch als Berline, Coupé oder Omnibus ausgeführt sein, aber der Kutscherbock ist immer überdacht, um den Fahrer zu schützen.

Das Fahrgestell mit elliptischen Blattfedern und Langbaum ist schwarz lackiert. Der Kasten ist farblos lackiert und mit schwarzen Leisten aufgedoppelt, die ihn verstärken und zugleich eleganter wirken lassen. Das Verdeck wurde teilweise mit Kunstleder erneuert und war ursprünglich aus gewachstem Leinen. Der Kasten ist nach hinten durch eine Tür verschlossen.
Die Verbindung der beiden Achsen durch einen Langbaum und die verhältnismäßig großen Räder machen Fahrten auf schlechten Straßen und im Gelände auch bei hoher Nutzlast möglich.

Höhe 222 cm, Länge 235 cm, Breite 150cm

Rad ⌀ vorne 86 cm, hinten 107 cm