½ Coupé, Wien um 1900

N° 59 

Barouche, um 1900

Die Barouche ist eine noble Kutsche, die auch heute noch von Königshäusern bei festlichen Anlässen genutzt wird. Da sie über keinerlei Möglichkeiten zur Gepäckaufbewahrung verfügt, wurde sie ausschließlich von Personen genutzt, die sich den Luxus leisten konnten, für unterschiedliche Anlässe verschiedene Kutschen zu unterhalten. In der Kutsche haben auf zwei gegenüberliegenden Bänken vier Personen Platz. Die Rückenlehne der vorderen Bank kann bei manchen Modellen in horizontale Stellung umgelegt werden, wodurch die Sitzbank bei Schlechtwetter vor Nässe geschützt werden kann. Die hintere Bank ist mit einem Faltdach überdeckt. Der elegante langgezogene Kasten hat eine geschwungene Unterseite und eine gerade obere Kastenlinie. Die Barouche wird auch à la Daumont, also beritten, gefahren. 

Das Fahrgestell ist schwarz lackiert. Der Kasten und der Kutscherbock mit grüner Lackierung und mit linearem gelbem Fadendekor, das Verdeck aus schwarzem Leder hat einen Himmel aus weißem Stoff, die Rückenlehne der vorderen Sitzbank kann umgeklappt werden, um die Polsterung bei Regen zu schützen, hoch liegende Einstiegstritte mit Deckel, Sitzpolsterung und Innentapezierung in schwarzem Leder, mechanische Feststellbremse mit Kurbel und Eisengestänge, schwarze Speichenräder aus Holz mit linearem gelbem Fadendekor, Vollgummibereifung.  



Höhe 230 cm, Länge 340 cm, Breite 173 cm

Rad ⌀ vorne 101 cm, hinten 120 cm